Vom Welpen zum gesellschaftsfähigen Hund II

Donnerstag, 19. August 2010 -VdH Bad Waldsee- Fellpflege streichelt die Hundeseele - lernt man in der Welpenstunde von Ute Bregler, und die Gewöhnung an Pflegemaßnahmen ist Bestandteil der Erziehung.

Regelmäßige Pflege für unseren Vierbeiner

• Die Pflege sorgt nicht nur für ein attraktives Outfit, sie steht auch für eine intensive Zuwendung und ist nicht zuletzt der beste Weg zur Früherkennung von Krankheiten.
• Von pflegeleicht bis pflegeintensiv spricht man bei Kurzhaar, Langhaar, Drahthaar, Lockenhaar und Seidenhaar. Dafür ist pro Woche ein mehrmaliges Kämmen und Bürsten oder beim Drahthaar pro Jahr ein wiederholtes Trimmen erforderlich.
• Ein regelmäßiges Augenmerk und eventuell auch die Pflege gilt den Augen, Ohren, der Nase und den Zähnen sowie den Pfoten.

Beim Spaziergang schnuppert der Hund an tausend interessanten Dingen. Er wälzt sich in irgendwelchen Hinterlassenschaften. Parasiten finden den Weg zum Vierbeiner. Da ist Fellpflege angesagt.

Bei „pflegeleichten" Rassen beseitigt man tote Haare, Schmutz und Staub ganz einfach mit dem Hundehandschuh. Aber auch die Bürste kommt zum Einsatz.

Bei vielen Hunden bildet sich in den Augenwinkeln ein Sekret, das sich mit einem Papiertaschentuch leicht entfernen lässt. Sekret-Krusten aber zuerst mit einem lauwarm angefeuchtetem Tuch betupfen und dann behutsam abwischen. (tägliche Pflege)

Ohren und Ohrkanal sind auf Schmutz, Ohrschmalz und Milben zu prüfen. (wöchentlich bei Hängeohren, alle 2-3 Wochen bei Stehohren) Ohrschmalz wird mit einem weichen, feuchten Tuch entfernt. Unangenehmer Geruch kann Milbenbefall bedeuten. Dafür ist ein Besuch beim Tierarzt notwendig.

Ausgesprochen heikel ist mancher Hund mit seinen Pfoten. Nur mit viel Geduld lässt er die Pfoten inspizieren und eventuell vorhandene Splitter und Steinchen aus dem Zwischen-zehenbereich entfernen. Ballen sollten auf Risse kontrolliert und im Winter auch mal mit Vaseline gepflegt werden. Nach dem Spaziergang werden nasse Pfoten abgewischt und getrocknet.

Nagen und Knabbern an Kauknochen und Hundekuchen kräftigt das Gebiss und reinigt es mechanisch. Mit speziellen Kausnacks kann man Zahnstein vorbeugen und damit Zahnprobleme und Zahnfleischentzündungen vorbeugen. Ein untrügliches Zeichen dafür ist schlechter Atem.

Ganz wichtig: Der Welpe muß frühzeitig an die Inspektion von Gebiß und Zahnfleisch gewöhnt werden. Das Festhalten von Kopf und Schnauze ist eine Dominanzgeste, die dem Welpen aber auch Vertrauen zum Hundeführer gibt.


Bericht und Fotos von A.Burkhart/C.Lauber

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